Mario Wilke – meine Geschichte

Wie ich lernte, Struktur in mein Leben zu bringen

Schon früh in meinem Leben war ich auf mich selbst gestellt und musste meinen eigenen Weg gehen. In der Schule galt ich als Dickkopf: Ich hinterfragte alles und stellte bisweilen auch meine Lebensweise infrage – oft eckte ich mit meiner unbequemen Art an. Doch Ehrlichkeit und eine eigene Meinung waren mir schon immer wichtig, auch wenn es nicht jeder hören wollte. Dass ich meinen eigenen Kopf hatte, führte in meinem Elternhaus zum einen oder anderen Streit, weshalb ich im Alter von 13 zu meinem leiblichen Vater zog. Doch eigentlich war das nur ein Umzug vom Regen in die Traufe. Irgendwie war ich auch hier „falsch“ und weiterhin auf mich allein gestellt.

Dort hatte ich mein Zimmer im Keller und machte mein eigenes Ding – niemanden in der Familie interessierte wirklich, was ich machte. Mit 15 Jahren hatte ich meinen Schulabschluss und fasste zeitgleich den Entschluss, endgültig bei meinem Vater auszuziehen. Mein Motto war schon als Jugendlicher: „Trenne dich von dem, was dich unglücklich macht.“ In einem Alter, in dem andere den Fokus auf Freizeit und Freunde setzen, war ich auf Lehrstellen- und Wohnungssuche und musste lernen allein klarzukommen. Ich bekam eine Lehrstelle – und zum Glück auch eine Wohnung direkt unter der meiner Oma, die ein bisschen die Rolle der Aufsichtsperson übernahm. Sie war mir zu dieser Zeit die einzige Stütze, die ich hatte. Ich absolvierte meine Lehre als Handwerker, bezahlte meine Rechnungen, kümmerte mich um den Haushalt – und für mich war immer klar: „Ich will mehr“. Während meiner Ausbildung meldete das Unternehmen Insolvenz an und ich musste mir ein neues suchen, um die Ausbildung zu beenden, was jedoch leider nicht funktionierte. Also suchte ich mir eine neue Lehrstelle. Wieder im Handwerk. Diese beendete ich nach drei Jahren mit einem guten Ergebnis.

Ich hatte immer den Drang nach mehr. Mit 25 baute ich ein Haus, arbeitete in einem größeren Unternehmen im 3-Schichtsystem und war an den Wochenenden noch als Türsteher aktiv. Ich wollte jedoch immer mehr als nur „normal“ arbeiten. Mit meinen klaren Aussagen und meiner direkten Meinung bin ich oft angeeckt, denn viele Menschen schaffen es nicht, mit der Wahrheit umzugehen.

Ich wollte nach einigen Jahren eine komplette berufliche Neuorientierung wagen und jemand erzählte mir davon, dass in meiner Heimat – nahe Berlin – Busfahrer gesucht werden. Der Job sei gut bezahlt und hörte sich für mich spannend an. Also bin ich ohne Termin – und zu diesem Zeitpunkt ohne Busführererschein – in das Unternehmen und meinte, dass ich Busfahrer bei ihnen werden will. Ganz so leicht war es dann doch nicht.

In der Wirtschaftskrise 2009 verlor ich meine Arbeit im Unternehmen und fand mich auf dem Arbeitsamt wieder. Dort sagte ich, dass ich gerne Busfahrer werden möchte und mir wurde eine 9-monatige Ausbildung inkl. Führerschein dazu angeboten. Ich ergriff die Chance, musste aber mit Ernüchterung feststellen, dass der Job doch nicht so gut bezahlt war wie gedacht und ich weiterhin an der Tür arbeiten musste. Ein paar Jahre lief das so, doch mein Durst nach mehr und der Wunsch, mein eigener Chef zu sein, wurde stärker. Es musste weitergehen.

Ich wagte mich in eine andere Branche und wollte eine Filiale für eine bekannte Modemarke eröffnen. Die Vorgespräche liefen gut, die Location war schon ausgesucht und ich war voller Tatendrang. Dass mit der Eröffnung eines Ladens auch Kosten verbunden sind, war mir klar, doch der Wunsch nach Selbstständigkeit groß. Ich verkaufte mein Auto und ließ mir einen Businessplan schreiben. Am Ende des Tages habe ich trotz einiger Opfer den Kredit nicht erhalten und konnte auch kein Geschäft eröffnen. Nach der Absage war ich niedergeschlagen. Ich hatte noch meinen Job als Busfahrer – aber dieser erfüllte mich einfach nicht.

Zwei Wochen nach der Absage kam es zu einem Wendepunkt in meinem Leben. Ich erlitt mit nur 33 Jahren einen Herzinfarkt. Ich hatte Glück und überlebte, aber da saß ich nun mit meinen knapp 100 Kilo Lebendgewicht und dachte darüber nach, was in meinem Leben falsch gelaufen war und warum es so weit gekommen ist. In der Reha wurde mir klar, dass ich etwas ändern musste, sonst wäre ich mit 50 wahrscheinlich unter der Erde. Eine Freundin, die in der Schweiz lebt, lud mich ein, den Neustart in der Schweiz zu wagen. Kurzerhand fuhr ich zu ihr und lotete meine Chancen aus. Spontan war ich schon immer gerne. Ich hatte noch immer meinen Busführerschein – und Bus gefahren wird überall, dachte ich mir. Nach einem Tag in Zürich stand aber für mich fest, dass dies nicht meine erste Wahl sein würde. Daher bewarb ich mich in einer etwas kleineren Stadt um eine Stelle in der Schweiz. Ich wollte den Stresspegel nicht gleich wieder komplett eskalieren lassen.

Was machen wir jetzt? Überlegte ich gemeinsam mit meiner Frau. Wir hatten ein Einfamilienhaus und meine Frau arbeitete seit knapp 15 Jahren im gleichen Unternehmen. Unser Sohn war inzwischen 6 und ging in die erste Klasse. Also beschlossen wir gemeinsam, dass ich zunächst für ein Jahr allein in die Schweiz gehe, um zu sehen, wie es läuft. Das war eine sehr schwere Zeit für meine Familie. Nun sah ich meine Tochter aus einer früheren Beziehung, meinen Sohn und meine Frau nur alle paar Wochen. Nach ca. neun Monaten entschieden wir, den Schritt der Auswanderung zu gehen. Das Haus war verkauft, mein Sohn von der Schule abgemeldet und der LKW beladen. Und wir wohnten endlich wieder alle zusammen.

Ich arbeitete auch in der Schweiz wie verrückt und eigentlich hatte sich so gut wie nichts verändert. Wir zogen nochmals innerhalb des Landes um, da mein Sohn nicht glücklich war. Näher an den Bodensee, weil wir das Wasser lieben und es uns Kraft gibt. Hier waren wir angekommen und fanden unser zuhause in der schönen Stadt Kreuzlingen.

Eines hat sich leider, trotz des Umzugs, nicht verändert. Mein Stress wurde stärker und meine Kraft weniger. Durch die viele Arbeit und den Dauerstress habe ich einen schweren Burnout bekommen. Vorher habe ich das nie ernst genommen, hielt es für eine Modeerscheinung und dachte, dass man sich nur zusammenreißen müsse. Doch an diesem Montagmorgen stellte ich den Bus nach meiner ersten Runde ab, denn ich konnte einfach nicht mehr weiterfahren. Vier Tage verbrachte ich im Krankenhaus, bis ich die Diagnose Burnout erhielt, die mich über anderthalb Jahre aus dem Leben katapultierte.

Während ich mit dem Burnout zu kämpfen hatte und versuchte, wieder zurück ins Leben zu finden, war mir klar geworden, dass ich so nicht weitermachen konnte. Sonst würde ich wieder an einen Punkt gelangen, an dem es nicht weitergeht und wer weiß, was dann noch Schlimmeres passieren wird. Ich beschäftigte mich intensiv mit meinen Lebensthemen, dachte darüber nach, was ich wirklich will und wie ich leben möchte. Ich baute mir neue Strukturen auf, lernte besser auf mich zu achten. Ich beschäftigte mich von nun an sehr viel mit dem Thema der Selbstständigkeit. Ich baute gemeinsam mit zwei Geschäftspartnern, neben dem normalen Beruf, ein Online-Unternehmen auf – doch es funktionierte nicht. Ich ließ mich auf die falschen Leute ein und die Sache endete unschön. Doch der Wunsch nach Selbstständigkeit war nun noch stärker geworden.

Mir war klar, was ich machen möchte. Ich fing an, mich intensiv mit dem zu beschäftigen, was mit mir passiert war. Warum ist es mir so ergangen? Welche Ursachen hatte mein andauernder Stress? Warum war ich in dieser Situation? Ich fing an zu lernen. Besuchte Seminare, Vorlesungen von Menschen, die sich mit dem Thema Stress auskennen. Und merkte, dass mich dieses Gebiet nicht mehr loslässt. Ich absolvierte berufsbegleitend ein Studium, um meine Expertise zu erweitern. Mit meinen Erfahrungen, meinem Know-how und dem, was ich selbst erlebte, unterstütze ich jetzt Menschen, die die gleiche Situation durchmachen. Menschen, die wie ich unter dauerndem Druck und Stress stehen, die das Gefühl haben, keine Zeit zu haben und mehr vom Leben wollen. Heute bin ich dort angekommen und jeden Tag dankbar dafür, andere zu unterstützen.



Ratgeber – ehrlich und direkt

Ich halte nichts von hohlem Bla Bla oder davon, jemandem Honig um den Mund zu schmieren – denn auf Dauer werden Sie davon keinen Nutzen haben. Ich zeige klar und deutlich auf, wo etwas nicht rund läuft und woran das liegt. Schließlich haben Sie Ziele, die Sie erreichen wollen und das gelingt nicht mir Allerweltsphrasen. Ich bin als Ratgeber und Life-Coach an Ihrer Seite, damit Sie eine neue Perspektive gewinnen. Ich halte Ihnen den Spiegel vor und rege mit dem Rat aus meinen eigenen Erfahrungen heraus, zu neuem Denken an. Auch wenn ich direkt bin und den Handlungsbedarf konkret und direkt aufzeige, geschieht das immer mit Respekt.

Begleiter – respektvoll und zielorientiert...

Meine Rolle als Begleiter im Life-Coaching nehme ich wortwörtlich. Auf Ihrem Weg zu einem neuen Lebensplan, bin ich stets an Ihrer Seite, auch wenn das bedeutet, dreimal am Tag eine Nachricht zu schreiben oder anzurufen und nachzufragen, wie es läuft. Die Ziele, die Sie haben, möchte ich für und mit Ihnen erreichen. Wollen Sie mich als Begleiter auf diesem Weg, dann bin ich zu 100 Prozent dabei. Wollen Sie ein Ziel erreichen, dann bin ich konsequent in der Umsetzung an Ihrer Seite.

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